Rechnungen in Fremdwährung

In Dollar, Franken oder Pfund abrechnen: Währung wählen, Kurs und Umsatzsteuer, Zahlungseingang mit Kursdifferenz und Bankspesen.

5 Min. Lesezeit · 1:54 Video Aktualisiert 28. Oktober 2026 Gilt für Deutschland und Österreich

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In 1:54 durch die Rechnung in Fremdwährung

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Rechnungen, Angebote und Auftragsbestätigungen kannst du auch in einer anderen Währung als Euro ausstellen. Deine Buchhaltung bleibt dabei in Euro: LazyBill rechnet jeden Beleg mit dem Kurs um, den das Finanzamt dafür vorsieht. Derselbe Kurs gilt an jeder Stelle, von der Umsatzsteuer auf dem Beleg bis zum Buchungsexport für die Kanzlei.

Zur Wahl stehen der Euro und die 29 Währungen, für die die Europäische Zentralbank einen Referenzkurs veröffentlicht, darunter US-Dollar, Schweizer Franken, Britisches Pfund, Schwedische und Norwegische Krone, Polnischer Złoty und Tschechische Krone.

Die Währung wählen

Am einfachsten hinterlegst du sie beim Kunden: Im Kundenstamm steht in der Karte Dokumente das Feld Währung der Dokumente. Jeder neue Beleg für diesen Kunden startet dann in seiner Währung.

Währung der Dokumente
USD – US-Dollar

Am einzelnen Beleg steht die Währung oben neben der Sprache. Stellst du dort um, rechnet LazyBill die Preise aus deinem Katalog mit dem jüngsten Kurs der Europäischen Zentralbank um. Was du selbst eingegeben hast, bleibt stehen. Korrektur und Storno übernehmen die Währung der Rechnung, zu der sie gehören.

Einiges führt LazyBill bewusst in Euro: Dauerrechnungen, Anzahlungen und Rechnungen, die eine Anzahlung verrechnen, Gutschriften und die XRechnung an eine Behörde. Auch Skonto gibt es nur in Euro. Wählst du bei einem Kunden mit Skonto eine Fremdwährung, gilt sein Zahlungsziel ohne Abzug. Beim Umschalten sagt dir LazyBill jeweils, woran es liegt.

Welcher Kurs gilt

Den Kurs musst du nicht eintragen. LazyBill nimmt für dich den, der steuerlich vorgeschrieben ist:

Österreich
Der Referenzkurs der Europäischen Zentralbank zum Stichtag.
Deutschland
Der Umsatzsteuer-Umrechnungskurs, den das Bundesfinanzministerium monatlich veröffentlicht. Er steht erst nach Ablauf des Monats fest und wird dann nachgetragen.

Stichtag ist der Tag der Leistung oder Lieferung. Hast du in den Stammdaten Istbesteuerung gewählt, zählt stattdessen die Zahlung: in Österreich der Kurs vom Tag der Zahlung, in Deutschland der Kurs für den Monat der Zahlung (AT § 20 Abs. 6 UStG 1994, DE § 16 Abs. 6 UStG). Der Kurs steht dann erst fest, wenn das Geld da ist. Ohne Angabe zu Soll oder Ist finalisiert LazyBill keine Rechnung in Fremdwährung und bittet dich zuerst um die Einstellung.

Mit dem Finalisieren wird der Kurs eingefroren. Spätere Kursänderungen wirken sich auf die Rechnung nicht mehr aus; eine Korrektur und ein Storno rechnen mit demselben Kurs wie das Original.

Auf dem Beleg steht unter den Summen die Umsatzsteuer zusätzlich in Euro, dazu der verwendete Kurs, etwa „1 € = 0,9430 CHF (EZB-Referenzkurs vom 30.09.2026)“. Das ist eine Pflichtangabe: Die Steuer muss auch in Euro ablesbar sein. Steht der Kurs noch aus, nennt der Beleg stattdessen die Methode: „Die Umsatzsteuer wird zum Umsatzsteuer-Umrechnungskurs des BMF für Oktober 2026 in Euro umgerechnet.“

Wenn das Geld eingeht

Die Zahlung erfasst du in der Währung der Rechnung. Zwei Felder kommen dazu:

Euro laut Bank *
1.046,20
Abgezogene Bankspesen
12,50
Kursdifferenz −8,30 €

1.200,00 $ = 1.067,00 € (EZB-Referenzkurs vom 30.09.2026)

Euro laut Bank ist der Betrag, der tatsächlich auf deinem Konto gutgeschrieben wurde, und er ist Pflicht. Abgezogene Bankspesen trägst du ein, wenn deine Bank etwas einbehalten hat. Passen die Beträge nicht zum Kurs der Rechnung, zeigt dir LazyBill die Kursdifferenz darunter und rechnet vor, wie es darauf kommt. Reicht der Euro-Betrag nicht für die ganze Rechnung, bietet der Hinweis daneben an, den passenden Teilbetrag als Teilzahlung zu übernehmen.

Mit diesen beiden Angaben steht die Buchung für sich: Auch wer nur die Exportdatei bekommt und keinen Kontoauszug, sieht darin, warum aus 1.067,00 € Forderung 1.046,20 € Eingang wurden.

Zahlungen auf eine Rechnung in Fremdwährung erfasst du direkt an der Rechnung. Der Bankabgleich bietet nur Rechnungen in Euro an, denn bei einer Rechnung in Dollar passt der Betrag auf dem Konto nie genau. Die Buchung auf deinem Konto bleibt dort deshalb offen. Hast du die Zahlung an der Rechnung erfasst, hakst du sie im Bankabgleich mit Kein Beleg nötig ab. Belege deiner Lieferanten in fremder Währung ordnest du dagegen ganz normal im Bankabgleich zu, und LazyBill übernimmt dabei den Euro-Betrag laut Bank, siehe Bankabgleich.

In deinen Zahlen und Berichten

In den Listen siehst du jede Rechnung in ihrer Währung, mit Währungszeichen. Gerechnet wird überall sonst in Euro: Dashboard, offene Posten, Umsatz und Kosten, Kunden-Umsätze, der Rechner für die Umsatzsteuervoranmeldung, die Zusammenfassende Meldung und sämtliche Exporte. Grundlage ist immer der Kurs, der an der Rechnung hängt. Deshalb stimmen Beleg, Voranmeldung und Buchhaltung auf den Cent überein.

Im Steuerberater-Export kommen Kursdifferenz und Bankspesen als eigene Buchungszeilen gegen den Kunden, ohne Steuer, mit den dafür vorgesehenen Konten deines Kontenrahmens. Der DATEV-Stapel bekommt zusätzlich die Währung, den Kurs und den Umsatz in Euro. Die PDFs im Exportpaket bleiben in der Rechnungswährung.

Weitere Anleitungen
Rechnung schreiben

Anlegen, Positionen mit Rabatt und Abschnitten, senden, Zahlungen verbuchen, stornieren. Dazu Dauerrechnung, Barzahlung und QR-Code.

Gutschriften

Einen Teil einer Rechnung zurücknehmen, oder für einen Partner abrechnen. Rückzahlung erfassen, Auszahlung buchen, Beleg verschicken.

Angebote und Auftragsbestätigungen

Vom Angebot über die Zusage bis zur Rechnung: Status setzen und Belege direkt ineinander umwandeln.

Lieferscheine

Ohne Preise, mit eigener Lieferadresse: Lieferschein ausstellen und später in eine Rechnung umwandeln.

Belege unterschreiben lassen

Unterschrift vor Ort auf dem Tablet oder per Link: Wie dein Kunde unterschreibt und was danach gilt.

Belege per Handy erfassen

Foto machen, KI liest aus, kurz prüfen, speichern: der komplette mobile Ablauf.

Belege erfassen

Hochladen statt abtippen: Wie die KI-Erkennung arbeitet, was das Kontingent bedeutet und wie du Belege prüfst.

Belege per Mail erhalten

Eigene Beleg-Adresse: Lieferantenrechnungen landen von selbst in LazyBill, ohne Download und ohne Upload.

Bankabgleich

Du lädst den Kontoauszug hoch, bestätigst die Vorschläge, und LazyBill erfasst die Zahlungen samt Skonto, Bankspesen, Fremdwährung und Guthaben.

Kunden, Produkte und Lieferanten anlegen

Einmal anlegen, immer wiederverwenden: Ansprechpartner, Zahlungsziele mit Skonto, Produkte mit Rabatt und Lieferanten mit Vorgaben für die Belegerkennung.

Steuern einstellen

Kleinunternehmer, Befreiung, Kunden im Ausland: welche Einstellung welchen Hinweis auf die Rechnung setzt.

Vorlagen und Sprachen

Texte, Nummern, Anzahlungen und Mahnungen einmal einstellen, dazu Belege auf Englisch.

Layout

Das Aussehen deiner Belege an einer Stelle: Briefkopf, Fußzeile, eigenes Briefpapier, Seitenränder und alle festen Beschriftungen.

Kunden und Produkte importieren

Du lädst die CSV-Datei hoch und prüfst die Spalten. So kommen deine bestehenden Kunden- und Produktdaten in LazyBill an.

Export für die Steuerkanzlei

Was du auswählst, welches Format deine Kanzlei braucht, und wie du den Export direkt an sie schickst.

Reporting lesen und verstehen

Was die vier Kennzahlen bedeuten, wie der Zeitraum die Zahlen verändert und wo du siehst, wer dir noch Geld schuldet.

Zusammenfassende Meldung für Deutschland

Welche Umsätze gemeldet werden, ob monatlich oder vierteljährlich, und wie die Datei nach Mein ELSTER kommt.

Zugangsdaten und Zwei-Faktor-Anmeldung

E-Mail-Adresse und Passwort ändern, das Passwort zurücksetzen und die Anmeldung mit einem Code aus der Authenticator-App absichern.

Wiederkehrende Rechnungen

Einmal einrichten, und die Rechnung entsteht zu jedem Termin von selbst — als Entwurf, fertiggestellt oder gleich per Mail beim Kunden.

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